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Henkersbraut

Auf dem platz versammelt, standen die Leute aus seinem Dorf. Dicht drängten sie sich um etwas. Er wusste was es war. Es war der Galgen.

Es hatte dieses Mal eine Familie getroffen, die er sehr gut kannte. Die Familie seiner Freundin.

Jeremy schaute entsetzt zu den 3 Leuten, die hergeführt wurden. Eine Frau mit schwarzem Haar, ein Mann mit braunen und dann war da das kleine Mädchen. Er wusste genau wie sie aussah: Lange Schwarze Haare, Blaue Augen und eine zierliche Gestalt. Er konnte den Gedanken nicht ertragen das sie sterben sollte. Sie war doch erst 7 Winter alt, einen winter jünger als er selbst. „Lucia“ flüsterte er, während tränen sich ihren weg suchten.

„Elina Martinez. Du wirst der Hexerei bezichtigt. Das urteil: Der Strick“ sprach der Henker. Elina nickte nur. Wiederspruch war zwecklos, wusste er doch, dass es stimmte. Oft genug hatte er ihr beim zaubern zugesehen. Doch hatte die kleine nichts damit zu tun, genau wie ihr Vater. „Eduard Martinez. Du wirst der Verschwiegenheit angeklagt. Das Urteil: Der Strick“ fuhr der Henker fort. Auch Eduard nickte nur. „Lucia Lucinda Martinez. Kind einer Hexe.“ Sagte der Henker, doch ein urteil an sich gab es nicht. „Sie soll zusehen wie ihre Eltern sterben“ rief jemand. Es war Prinz Howe. „Und danach bekommt der Henkerssohn sie“ verkündete er mit einem grausamen grinsen.

Jeremy drehte sich der Magen um. Der Henkerssohn war grausam.

 

Lucia schluchzte und sah zu ihren Eltern. Elena flüsterte ihrer Tochter etwas zu, strich ihr ein letztes Mal über den kopf und gab ihr, nur von ihm bemerkt, etwas, was sie in ihre Tasche am Kleid tat. Dann musste er mit ansehen, wie Lucia zur Seite gezerrt wurde und gezwungen wurde dies mit anzusehen.

Man stieß die Fässer weg und die Opfer rührten sich nicht mehr. „Mutter!“ schrie Lucia weinend. „Vater“ brachte sie hervor und brach schluchzend zusammen. Dann wurde sie weggezerrt und er sah sie lange nicht mehr…

****

11 Jahre waren seit dem vergangen. Er war nun ganze 19 winter alt und war zu einem stattlichen jungen Mann geworden. Sein schwarzes Haar war wild und durcheinander, seine Muskeln beeindruckend. Nichts erinnerte an den kleinen Kerl, der um seine beste Freundin getrauert hatte. Er trauerte noch immer, aber man sah es nicht.

Er war der Beste Schmied des Dorfes geworden, und der ganze stolz seiner Familie. Sie hatten die Martinez alle vergessen, alle außer ihm.

Lange nachdem das geschehen war, hatte man Lucia nicht gesehen. Erst mit 13 durfte sie hinaus, und was er da gesehen hatte, hatte ihm nicht gefallen: Sie sah gut aus, sehr sogar, aber sie war kalt gewesen. Der Hass hatte sich in ihr ausgebreitet. Ihre schwarzen haare waren lang gewesen, bis zu ihren knien reichten sie hinab, hatte einen Myrtenkranz im haar und sie trug ein langes, pechschwarzes Kleid. Ihre Blauen Augen hatten ihm ihren schmerz gezeigt und er, ja er hatte sich geschworen sie dort rauszubekommen. Und ihm wurde klar, das es mehr war als Freundschaft, was ihn an sie band.

Mit den Jahren wurde es schlimmer. Sie war herzlos geworden, führte Hinrichtungen im jungen alter von 16 Wintern selbst aus. Manche sagten, sie sei Luzifer persönlich, doch nie war sie herzlos zu ihm. In ihren Augen blitzte wärme auf wenn sie ihn ansah, und bedauern. Sie liebte den Henkerssohn, der nun selbst Henker war,  nicht, war gezwungen ihn zu ehelichen als die 17 war. Er schwor sich, dass er gehen würde, und er würde sie mit sich nehmen.

 

****

(Lucia)

Nun war sie 18 Winter alt, durfte endlich alleine hinaus, nachdem man sie solange gefoltert und gefangen hatte, also ging sie unbemerkt zu ihm in die Schmiedeshütte. Man war der Ansicht, sie sei ihnen treu ergeben. Diese Chance hatte sie nicht ungenutzt gelassen. „Jeremy“ hauchte sie und fiel ihm in die arme. Lange schon war sie sich ihren Gefühlen bewusst geworden. Sie wollte nur noch bei ihm bleiben, von ihm berührt werden und liebe erfahren. „Lucia“ wisperte er und drückte ihren zerbrechlichen Körper ungläubig und voller Freude an sich. An seiner Brust ließ sie ihren tränen freien lauf. Tränen des Schmerzes, aber auch der Freude. „Was haben sie dir nur angetan“ flüsterte Jeremy. „Ausgepeitscht haben sie mich, wie eine gefangene. Den Rest willst du gar nicht erst wissen“ weinte sie. *

Nach einer weile lösten sie sich voneinander und er hielt sie bei den Händen. „Lass und von hier fliehen. Lass und zusammen weglaufen Lucia“ flehte er. „Aber wie?“ hauchte Lucia verzweifelt. „Ich weiß es nicht Lucia. Ich weiß es nicht“ erwiderte er. „Lucinda“ erscholl eine stimme aus der Ferne. Es war Horst. Ihr gatte. „Ich muss los. Wir werden uns wiedersehen das verspreche ich dir“ hauchte sie. „Und…Jeremy?“ sagte Lucia unsicher. „Ich liebe dich. Nie habe ich einen anderen geliebt als dich. Mein Jeremy“ hauchte sie. „Nie habe ich ein anderes Weib angesehen als dich“ erwiderte er. Schnell küsste sie ihn und eilte in ihre Hölle zurück.

Und so trennten sich ihre Wege wieder wochenlang.

 

***

Sie war wütend. In ihr kochte der Zorn. Sie konnte sich kaum mehr beherrschen. Sie wollte endlich frei sein. Frei von den schmerzen, frei von dem sorgen und endlich bei ihrem Jeremy sein. Nie hatte sie ihn vergessen, immer an ihn gedacht, ihn immer geliebt. Er wollte mit ihr fort… sollte sie es riskieren? Von ihrem Erbe gebrauch machen? Von allein würde sie hier nicht entkommen. Dieser Gedanke steigerte ihre Wut und das Chaos nahm seinen lauf…

 

(Jeremy)

Schreie weckten ihn mitten in der Nacht.

Ein mysteriöses licht leuchtete hinter seinen vorhängen.

 Schnell zog er sich an und schritt aus der Tür seines kleinen Hauses. Das Henkershaus brannte lichterloh. Er wünschte sich nur noch, dass Lucia nicht dort drinnen war…

„Jeremy!“ rief eine stimme und er erkannte eben diese: Lucia. „Lucia was ist passiert?“ „Ich habe das haus angesteckt. Ich bin eine Hexe“ sagt sie nur. Jeremy nickte nur, er hatte es sich gedacht. Schon lange, doch hatte er sie deswegen nicht weniger gemocht. Schließlich musste die deswegen nicht weniger gut sein als alle anderen. „Pack etwas ein, wir müssen verschwinden“ sagte sie. Er stürzte in sein haus, riss seinen Rucksack aus dem Schrank und packte alles Nötige ein, während sie sein Pferd Sattelte. Er würde überall mit ihr hingehen.

 Dann stieg er auf, zog sie hinter sich und zusammen ritten sie in die Nacht.

„Jetzt sind wir vereint“ hauchte sie ihm erleichtert ins Ohr. „Für immer“ Hauchte er zurück. Und so flohen sie zusammen aus einem Ort, der schon lange einem Ort des grauen glich, hinein in ein Paradies aus liebe und Freiheit…

 
   
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